Das hämostatische Netz ist ein Nahtsystem, das am Ende einer Facelift-Operation die Haut an den darunterliegenden Weichteilen fixiert. Wir erstellen ein Nahtnetz über die Haut. Dieses Netz sorgt dafür, dass sich der potenzielle Raum unter der Haut schließt.
Wenn wir bei einer Facelift-Operation die Gewebe von ihrer Unterlage lösen, entsteht ein potenzieller Raum (eine Tasche). In diesem Bereich kann sich nach der Operation Blut ansammeln. Die Ansammlung von Blut unter der Haut gehört zu den häufigsten Komplikationen nach einer Facelift-Operation. In der Literatur wird eine Häufigkeit von etwa 7–12 % angegeben. Diese Komplikation wird als Hämatom bezeichnet; der Begriff bedeutet auf Latein Blutansammlung. Es ist eine unangenehme Situation, da sie dazu führen kann, dass der Patient kurzfristig wieder in den Operationssaal gebracht werden muss. Wenn das Blut nicht entleert wird, kann die Durchblutung der Haut beeinträchtigt werden und es können Gewebeverluste entstehen. Das angesammelte Blut kann außerdem eine Grundlage für Infektionen bilden. Im besten Fall bleibt der Patient 6–12 Wochen lang geschwollen und mit Blutergüssen.
Hämostatische Netz-Nähte werden verwendet, um Blutungskomplikationen nach der Operation zu verhindern
Bilddatum : 1–3 Tage nach dem before Foto
Das hämostatische Netz reduziert die Häufigkeit der Hämatombildung auf etwa 1–2 %. Selbst wenn unter dem Nahtnetz eine Blutung auftritt, kann sich diese nicht ausbreiten. Blutungen, die vom hämostatischen Netz zurückgehalten werden, können am Morgen nach der Operation am Bett mit einer feinen Kanüle gespült und entfernt werden.
Ich würde sagen, dass dies eine der wichtigsten Entwicklungen der letzten 10 Jahre im Bereich der Gesichtsverjüngung ist.
Die hämostatischen Netz-Nähte werden am zweiten Tag nach der Operation entfernt und hinterlassen keine Narben.
Bilddatum : 1–3 Tage nach dem before Foto
Die Nähte bleiben etwa 2–3 Tage und werden anschließend entfernt.
Es bleiben leichte Druckspuren der Nähte zurück, diese verschwinden jedoch innerhalb von 2–3 Wochen von selbst, sodass keine dauerhafte Nahtnarbe entsteht.
Wenn wir ein hämostatisches Netz einsetzen, ist die Verwendung einer Drainage nicht erforderlich. Dadurch ersparen wir dem Patienten auch das Einlegen und Entfernen der Drainage nach der Operation.
Der wichtigste Nachteil der Technik ist, dass sie in den ersten 2–3 Tagen ein unangenehmes Erscheinungsbild erzeugt, das wie Krokodilhaut oder ein Fischernetz im Gesicht aussieht. Dieses Erscheinungsbild wird jedoch durch das Korsett, das wir dem Patienten ohnehin anlegen, verdeckt.
Diese Anwendung wurde Anfang des Jahres 2020 eingeführt und gewann weltweit schnell an Popularität unter Gesichtschirurgen. Bis heute habe ich sie in über 400 Fällen angewendet und sie ist zu einem unverzichtbaren Bestandteil meiner Facelift-Operationen geworden.
Für weitere Informationen über diese Technik können Sie uns gerne kontaktieren.
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